Presse

Die Freiwilligendienste als wichtige Stützen in der Corona-Pandemie II

Junge Menschen setzen sich in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) für die Gesellschaft ein. Wir haben mit Freiwilligen aus den Einsatzbereichen in der Altenpflege, in Ganztagsschulen und im Suchtbereich gesprochen. Selbstverständlich beeinflusste die Corona-Pandemie auch ihre Tätigkeiten.

Michelle, 20 Jahre alt, ist in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in einem Seniorenzentrum in der Nähe von Kaiserslautern eingesetzt. Ihre Hauptaufgaben liegen darin, sich um die Bewohner*innen zu kümmern und sie u. a. bei der Körperpflege zu unterstützen und das Essen anzureichen. Aufgrund der besonderen Gefahr durch das Corona Virus müssen alle, die in der Einrichtung tätig sind, besonders auf die Vorsichtsmaßnahmen und Schutzkleidung achten. Michelles Kolleg*innen sagen ihr immer wieder, dass sie sehr gute Arbeit macht und vor allem sehr gut mit den Bewohner*innen umgeht. Wenn sie eine Freundin fragen würde, ob sie das FSJ in einem Seniorenzentrum empfehlen würde, würde sie ihr raten ein FSJ zu machen: „Die Momente, die du im FSJ erlebst, kann dir keiner nehmen und du wirst sie nicht so schnell vergessen!“ Da ihr das FSJ, trotz der aktuellen Sondersituation so gut gefällt, möchte sie nach Beendigung des Dienstes gerne eine Ausbildung im Pflegebereich aufnehmen – wenn es geht in der Altenpflege.

Notbetreuung in den Schulen durch FSJler*innen

Zu Beginn ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Sommer 2019 im Bereich Ganztagsschule haben sich Lisa und Jule den Verlauf ihres Freiwilligendienstes sicher anders vorgestellt. Mit der Schließung der Schulen im März wurden sie in der Notbetreuung eingesetzt – und damit zu einer noch wichtigeren Stütze der pandemiegeplagten Gesellschaft. Die 19-jährige Lisa absolvierte ihr Freiwilliges Soziales Jahr an der Robert- Schuman-Schule in Frankenthal, wo sie in der Notbetreuung mit einem Schüler Unterrichtsinhalte üben und wiederholen konnte und darin trotz Corona auch einen Gewinn sieht: „Die Einzelbetreuung ist eine Chance für ihn, Defizite nachzuholen.“ Darüber hinaus kümmerte sich die Freiwillige als Backup um den reibungslosen Ablauf im Sekretariat während der Umsetzung des mündlichen Abiturs.

Auch Jule hatte sich für das FSJ, in ihrem Fall an der Egbert-Grundschule Trier, entschieden, weil sie sicher sein wollte, dass die Grundschulpädagogik wirklich ihr Berufswunsch ist. Auch sie war in der Notbetreuung eingesetzt. Sie hat dabei auch ganz praktische Fragen zu klären, z. B.: Bei welchem Spiel sind die Abstandsregeln gewährleistet? „Am besten funktioniert Tischtennis“, so Jule. Falls das nicht ging, beaufsichtigte sie die alleine spielenden Kinder und musste sie hin und wieder auf die Hygiene- und Abstandsregeln aufmerksam machen. Die Schüler*innen waren sehr froh, dass Jule auch trotz Corona in der Schule ist – eine Konstante in der Welt, in er sich so viel veränderte.

Einsatz im Suchtbereich

Maren, 20 Jahre machte ihren BFD in einem Therapiezentrum für Suchterkrankte in Germersheim. „Aufgrund der Corona Pandemie haben sich meine Hauptaufgaben sehr geändert: statt wie z. B. Klient*innen zu Arztbesuchen zu begleiten oder mich individuell um sie zu kümmern wie mit ihnen spazieren zu gehen, mache ich situationsbedingt jetzt das, was ansteht. Dazu gehören zum Beispiel, verwaltungstechnische Aufgaben wie Dokumente zu bearbeiten oder wichtige Informationen für die Klient*innen auszudrucken und aufzuhängen oder auch Einkäufe für sie zu erledigen, da die Klient*innen zu der Risikogruppe gehören“.

Maren hat sich für einen Bundesfreiwilligendienst entschieden, um Zeit zu überbrücken und sich auch zu orientieren. Der Freiwilligendienst hat ihr geholfen zu klären, ob sie direkt nach der Schule studieren soll oder erst einmal in Ruhe herauszufinden, welcher Studiengang sie interessiert. Auf die Frage, ob sie anderen Interessent*innen die Aufnahme eines Freiwilligendienstes empfehlen würde, denkt Maren: „Der Freiwilligendienst ist sehr sinnvoll, um nach der Schule neue Perspektiven kennen zu lernen“.

Jakob war in einem Kinderhaus in der Nähe von Landau eingesetzt und betreute Kinder, deren Eltern therapeutische Angebote besuchen und sie zu dem Kinderhaus bringen. Da das Kinderhaus in ein neues Gebäude umgezogen ist, konnte er die Zeit während der Corona-Pandemie nutzen, die Kolleg*innen beim Umzug zu entlasten und zu unterstützen.

„Wer Freude an der Arbeit mit Menschen hat, sich gerne Herausforderungen stellen und neue Fähigkeiten entdecken möchte, ist beim Freiwilligendienst richtig“, so Tülay Arslan von der Servicestelle der LAG Freiwilligendienste Rheinland-Pfalz. „Im Freiwilligendienst können junge Freiwillige im Arbeitsfeld ihrer Wahl soziale Arbeit „live“ erleben und dort erste Erfahrungen sammeln, sich persönlich weiterentwickeln, berufliche Orientierung finden und gleichzeitig für andere Menschen da sein.“

Informationen zu Freiwilligendiensten in Rheinland-Pfalz: www.fsj-rheinlandpfalz.de

Das Freiwillige Soziale Jahr als wichtige Stütze in der Corona-Pandemie

Notbetreuung in den Schulen durch FSJler*innen

Zu Beginn ihres Freiwilligen Sozialen Jahres im Bereich Ganztagsschule haben sich Lisa und Jule den Verlauf ihres Freiwilligendienstes sicher anders vorgestellt. Mit der Schließung der Schulen im März wurden sie in der Notbetreuung eingesetzt – und damit zu einer noch wichtigeren Stütze der pandemiegeplagten Gesellschaft.

Die 19jährige Lisa absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zurzeit an der Robert-Schuman-Schule in Frankenthal, wo sie „in der Notbetreuung mit einem Schüler Unterrichtsinhalte üben und wiederholen“ konnte und darin trotz Corona auch einen Gewinn sieht: „Die Einzelbetreuung ist eine Chance für ihn, Defizite nachzuholen.“ Darüber hinaus kümmerte sich die Freiwillige als Backup um den reibungslosen Ablauf im Sekretariat und half bei der Umsetzung des mündlichen Abiturs. Die Rückmeldungen der Lehrer*innen, dass sie eine große Hilfe ist, stellen eine tolle Wertschätzung ihrer Arbeit dar – eine Arbeit, die gerade in dieser Zeit so wichtig ist.

Zu ihren grundlegenden Aufgaben im FSJ gehörten vor Corona u. a. die Unterstützung im Sekretariat, die Pausenaufsicht und die Betreuung von Schüler*innen im Unterricht und in den Nachmittagseinheiten. Diese vielfältigen Aufgaben zeigen auch den anderen Freiwilligen im FSJ Ganztagsschule die Arbeit auf der anderen Pultseite und geben ihnen so die Möglichkeit, für sich zu entscheiden, ob der Lehrer*innenberuf eine Option für sie sein kann.

Auch Jule hat sich für das FSJ, in ihrem Fall an der Egbert-Grundschule Trier, entschieden, weil sie sicher sein wollte, dass die Grundschulpädagogik wirklich ihr Berufswunsch ist. Auch sie ist nun in der Notbetreuung eingesetzt. Sie hat dabei auch ganz praktische Fragen zu klären, z. B.: Bei welchem Spiel sind die Abstandsregeln gewährleistet? „Am besten funktioniert Tischtennis“, sagt Jule. Falls das gerade nicht geht, beaufsichtigt sie die alleine spielenden Kinder und muss sie hin und wieder auf die Hygiene- und Abstandsregeln aufmerksam machen. Sie unterstützt auch die Lehrer*innen, die momentan sehr viel zu tun haben. Die Schüler*innen sind froh, dass Jule auch trotz Corona in der Schule ist – eine Konstante in der Welt, in er sich gerade so viel verändert hat.

Corona hin oder her: Jule würde das FSJ weiterempfehlen. Sie ist sich jetzt sicher und wird Grundschulpädagogik studieren.
„Wer Freude an der Arbeit mit Menschen hat, sich gerne Herausforderungen stellen und neue Fähigkeiten entdecken möchte, ist beim Freiwilligendienst richtig“, so Tülay Arslan von der Servicestelle der LAG Freiwilligendienste Rheinland-Pfalz. „Im Freiwilligendienst können junge Freiwillige im Arbeitsfeld ihrer Wahl soziale Arbeit „live“ erleben und dort erste Erfahrungen sammeln, sich persönlich weiterentwickeln, berufliche Orientierung finden und gleichzeitig für andere Menschen da sein.“
Informationen zu Freiwilligendiensten in Rheinland-Pfalz: www.fsj-rheinlandpfalz.de